Ausstellungsorte

Die Niedersächsische Landesausstellung 2014 umfasst fünf Ausstellungen an fünf Standorten in Hannover und Celle. Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die fünf Museen und Schlösser.

Niedersächsisches Landesmuseum Hannover

Das größte staatliche Museum Niedersachsens befasst sich mit Völker- und Naturkunde, aber auch alte Kunst, Münzen sowie Ur- und Frühgeschichte zählen zu den Schwerpunkten des Museums. So besitzt die Landesgalerie eine der größten Sammlungen des deutschen und französischen Impressionismus. Einen weiteren Höhepunkt bilden die Meister des Mittelalters und der Renaissance in Deutschland und Italien. Auch das Barock ist mit bedeutenden Künstlern vertreten, darunter Peter Paul Rubens und Rembrandt van Rijn. Daneben verfügt das Museum über eine der größten und bedeutendsten archäologischen Sammlungen Europas.

In der Schausammlung Naturkunde sind faszinierende Exponate von Fossilien und Dinosauriern und Darstellungen von der Tektonik der Erdplatten und von Erdbeben zu sehen. In der Völkerkundlichen Sammlung, einer der ältesten im deutschsprachigen Raum, erlebt der Besucher eine Vielfalt an Kulturen und Lebensformen und erkundet die Alltagsbewältigung und das gesellschaftliche Zusammenleben anderer Völker. Daneben beherbergt das Landesmuseum ein Münzkabinett mit Sammlungsschwerpunkten in Niedersachsen, Großbritannien und Irland sowie den britischen Kolonien - bedingt durch die Personalunion.

Willy-Brandt-Allee 5
30169 Hannover
Tel: 0511 / 9807-686
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Museum Schloss Herrenhausen

Gartenkunst in Vollendung und große Geschichte bündeln sich an diesem faszinierenden Ort: Im Sommer 2013 öffnete das neue Museum Schloss Herrenhausen – eine Einrichtung der Landeshauptstadt Hannover, gefördert durch das Land Niedersachsen – seine Pforten.

Herrenhausen ist in der Tat ein besonderer Ort: Hier entwickelte der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) im Dialog mit Kurfürstin Sophie (1630-1714) und ihrer Tochter Sophie Charlotte (1670-1701) viele seiner zukunftsweisenden Ideen. Das Gedankengebäude des europaweit vernetzten Universalgelehrten repräsentiert nicht nur den Wissensstand seines Zeitalters, es gilt vielmehr als epochenübergreifend und reicht weit über seine Zeit hinaus. Die Landeshauptstadt Hannover und die VolkswagenStiftung beschlossen 2009, die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Sommerresidenz der Welfen wieder aufzubauen. Mit dem Schloss Herrenhausen, das als wissenschaftliches Tagungszentrum und Museum genutzt wird, erhielten die Herrenhäuser Gärten jetzt ihren architektonischen Bezugspunkt zurück. Ausstellungsflächen sind der Ostflügel des Schlosses, der Westflügel sowie ein unterirdischer Verbindungsgang, insgesamt rund 900 Quadratmeter.

Herrenhäuser Straße 5
30419 Hannover
Tel: 0511 / 168-44543
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Historisches Museum Hannover

Schon der Ort, an dem das Museum steht, ist eng mit der Historie Hannovers verbunden: Hier vom hohen Ufer der Leine, das dem jungen "honovere" wohl auch den Namen gab, ging um 1100 die Gründung der Stadt aus. Steinerne Zeugen des späten Mittelalters sind der halbrunde Beginenturm und ein Rest der Stadtmauer aus Bruchstein — beide wurden wirkungsvoll in den Museumsbau integriert.

Herzstück des Museums ist die Dauerausstellung. "750 Jahre Hannover — Von der Siedlung "to den hogen overen" bis zur Großstadt Hannover", werden hier wieder lebendig. Die Entwicklung vom Fürstentum Calenberg um 1600 bis zum Ende des Königreichs Hannover 1866 zeigt die Abteilung Landesgeschichte.Die Abteilung Stadtgeschichte zeichnet den langen Weg von der mittelalterlichen Landstadt bis zur Großstadt in einem zeitlich gegliederten Rundgang nach. In der dritten Abteilung, "Leben auf dem Lande", erfahren die Besucherinnen und Besucher, wie die Landbevölkerung Niedersachsens vom 17. bis zum 20. Jahrhundert gelebt hat.

Pferdestr. 6
30159 Hannover
Tel: 0511 / 168-43052
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Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst 

Im Museum befindet sich ein Großteil des zeichnerischen, malerischen und schriftstellerischen Gesamtwerks von Wilhelm Busch, darunter auch die Bildergeschichten-Handschriften von Max und Moritz, Fipps der Affe und der Frommen Helene. Hinzu kommt eine Sammlung mit mehr als 35.000 historischen und zeitgenössischen Werken international bedeutender Künstler der Bildsatire: Der Bogen spannt sich von den Anfängen der Karikatur über Arbeiten von William Hogarth, J. J. Grandville, Honoré Daumier, Francisco de Goya und den Zeichnern des Simplicissimus und New Yorker bis hin zu Loriot, Tomi Ungerer, Gerhard Haderer und Manfred Deix.

Zu den jüngsten Erwerbungen gehören die umfangreichen Nachlässen von F. K. Waechter und Ronald Searle.Wechselnde Ausstellungen widmen sich der Karikatur, Kinderbuchillustration und Modezeichnung sowie dem Cartoon und Comic. Untergebracht ist das Museum im Wallmodenpalais (errichtet zwischen 1779 und 1782), idyllisch gelegen inmitten des Georgengartens, eines englischen Landschaftsgartens und Teil der berühmten Herrenhäuser Gärten.

Georgengarten
30167 Hannover
Tel: 0511 / 16 99 99-11/16
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Residenzmuseum im Celler Schloss

Celle ist eine der wichtigsten Residenzstädte Niedersachsens. Fast drei Jahrhunderte lang war es ständige Residenz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg und somit Regierungssitz des bedeutendsten welfischen Fürstentums. Das Schloss, eingebettet in die idyllische Fachwerkstadt, zeigt bis heute Spuren aus der Zeit als mittelalterlicher Herrschaftssitz, als barocke Residenz bis 1705 und als sommerlicher Aufenthaltsort der Könige von Hannover im 19. Jahrhundert. Im Residenzmuseum die Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner modern inszeniert. Im Fokus steht dabei das älteste heute noch existierende Fürstenhaus Europas: die Welfen.

Am Beispiel Celles wird die typische Entwicklung einer Residenz dargestellt; dabei erwacht auch ein spätmittelalterlicher Festsaal zum Leben. Die barocken Staatsgemächer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm bilden einen architektonischen Glanzpunkt. Die Schlossräume werdem durch Gemälde und wertvolles Mobiliar wirkungsvoll in Szene gesetzt. Der "Königssaal" lockt mit seinen imposanten Bildern und ausgewählten Kostbarkeiten aus der Zeit der hannoversch-britischen Personalunion und des Königreichs Hannover im 18. und 19. Jahrhundert. Ein Kabinett ist kostbaren Silberobjekten von Celler Meistern gewidmet.

Schlossplatz 1
29221 Celle
Tel: 05141 / 123 72
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